Tiergestützte Therapie

Voraussetzungen/Gegebenheiten für einen tiergestützten Einsatz hier in der Ergotherapie Praxis:

  • Der Einsatz des Hundes versteht sich als ergänzendes Hilfsmedium während der Therapie.
  • Im Einsatz befindet sich ein im November 2013 geborener Golden Retriever Rüde namens „Bolle“, der bei mir aufgewachsen und von mir ausgebildet wurde.
  • „Bolle“ hat 2015 die Prüfung als Therapiebegleithund erfolgreich absolviert. (Nähere Informationen über Voraussetzungen und Ausbildungsinhalte)
  • Der Umgang und Einsatz beschränkt sich ausschließlich auf das Behandlungsteam: Frau Kersten und „Bolle“.
  • Der Patient/die Eltern oder das Kind sind mit dem Einsatz einverstanden.
  • Der Hund wird kontrolliert, gezielt und zeitbegrenzt unter Berücksichtigung der Behandlungsziele eingesetzt.
  • Der Hund ist als Therapieeinsatzhund versichert, zum Einsatz ist der Hund gesund.
  • Im Einsatz gibt es feste Regeln und Strukturen im Umgang mit dem Tier zum Schutz von Patient und Hund (Einsatzort, Berücksichtigung der Vorkehrungen). Die Auswahl der Inhalte wird vor dem Einsatz geplant, vor- und nachbereitet.

Warum tiergestützte Therapie?

Für das Kind und den erwachsenen Klienten bietet der Einsatz in der Behandlung folgende positive Aspekte:

  • Tiere - in diesem Fall der Hund - bieten verschiedene Spiel- und Lernmöglichkeiten. Er tritt häufig als gleichmäßiger und verlässlicher Partner des Menschen auf.
  • Er kann ein zusätzlicher Helfer zur Entwicklung und Erhaltung der Lernmotivation sein als und ein Verbündeter gegen die häufig kritisierenden Erwachsenen, z. B. als „Zuhörer beim Lesen“.
  • Er kann bei Kindern das soziale Lernen fördern und Motivationsanreize bieten, z. B. Empathie, Akzeptanz von Regeln und Grenzen, Rücksichtnahme, Zurückstellung eigener Bedürfnisse, im Übertragen und Spiegeln von Gefühlen, über Körpersprache agieren, nonverbale Kommunikation entwickeln und verstehen.
  • Er kann Kinder und Erwachsene zu mehr Bewegungsfreude und Möglichkeiten der Kommunikation anregen, auch nonverbal.
  • Eine eigene Planung und Gestaltung im Einsatz und der Erfolg daraus können das Selbstwertgefühl steigern.
  • Der Hund regt zu emotionalen Bewältigungen an, z. B. Umgang mit Geburt/Sexualität und Abschied (Tod).
  • Er kann zur Entwicklung einer aktiveren Freizeitgestaltung, weg vom passiven Konsumieren, führen.